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Roter Regenschirm

Buchbesprechung


Elizabeth Kostova: Der Historiker

Selten wurde ein so gutes Buch über Vampire und den Mythos um Graf Dracula geschrieben. Kostovas seitenstarkes Werk ist komplex aufgebaut, sehr unterhaltsam und verbreitet beim Leser einen leichten Schauer, wie Tautropfen auf nackter Haut. Angenehm fällt ins Gewicht,  das die Autorin auf alle reißerischen Szenen verzichtet, sondern lieber eine spannende Schnitzeljagd über den ganzen europäischen Kontinent inszeniert, die so in Bann schlägt, dass man das Buch kaum mehr beiseite legen will. Inhaltlich perfekt recherchierte Fakten zum Vampirglauben und zum Leben des historischen Dracula machen das Buch gleichzeitig erstaunlich informativ, ohne damit zu langweilen. Die zehn Jahre Detailarbeit, die Kostova investierte, zahlen sich wirklich aus. Ihr schöner, üppiger Sprachstil, dem auch eine gute Übersetzung zugute kommt, fesselt und passt hervorragend zum düsteren Sujet. Einziger Schwachpunkt, wie bei so vielen Büchern, bleibt der überhastete, doch noch in Actionszenen abgleitende Schluss, was aber bei einem so umfangreichen, gelungenen Roman verziehen sei. Stokers Urvater des Vampirromans, "Dracula", sieht ziemlich blass aus gegen dieses Buch, ein hingeschlenztes Groschenheftchen.
Wen der Kult um die Blutsauger interessiert, der  kommt an diesem Buch  nicht vorbei.

Tee und Zen


Hier ist das Schilf am Teich.
Hier ist mein Kessel kochenden Wassers.
Hier bin ich.
~

100mal die gleichen Fehler -
Allein mit dem Tee ist es gleich
wie langsam und ungeschickt der Schüler.
Der Weg allein zählt.
~
Der Meister lehrt mich:
Einatmen - das eigene Zentrum finden
Ausatmen - bewusst handeln
Den Atem stoppen - sich entspannt konzentrieren
Von Neuem Luft holen - wieder beginnen

~
Finster ist der Tag.
Die Regenharfe spielt ihr eintöniges Lied.
Im Teehaus fließt goldgelber Tee plätschernd in Tassen.
Duftender Dampf steigt auf

Und macht die Menschen glücklich.











 
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